Der Besuchsdienst in der Psychiatrie richtet sich an Betroffene vorrangig auf den geschlossenen Stationen der umliegenden Krankenhäuser. Besuchsdienst erreicht die Menschen, die aufgrund ihrer psychischen Störung kaum noch Kontakt aufbauen und pflegen können. Dazu arbeiten wir mit dem Alexianer-Krankenhaus, dem Aachener Universitätsklinikum und dem LVR-Klinikverbund in Düren zusammen. Einzelne Besuchsdienst-Mitglieder erkundigen sich  auf den Stationen, wer selten Besuch bekommt, um ein Gesprächsangebot zu unterbreiten und gegebenenfalls Hilfe anzubieten. Auf der anderen Seite melden sich Betroffene und deren Angehörige beim Infotelefon oder sind bei PP e.V. bereits bekannt. 

Neben der Entlastung durch Besuch und Gespräch ist das Ziel von PP e.V., die Psychiatrie humaner zu gestalten. PP e.V. setzt sich für den Schutz vor willkürlichen Zwangsmaßnahmen wie Fixierungen und Zwangsmedikation in der Psychiatrie ein. Mit der Präsenz von PP-Mitgliedern auf den Stationen wollen wir eine Art Kontrolle schaffen. Gleichzeitig möchten wir mit Ärzten und Pflegepersonal gut zusammenarbeiten. Dazu finden monatlich Gespräche mit den Leitenden der betreuten Krankenhäuser statt. Im
Mittelpunkt steht die Patientin oder der Patient.

Mit dem Alexianer-Krankenhaus wurde eine Soteria-Gruppe gebildet, in der nicht-pharmazeutische Behandlungen im Vordergrund stehen. Daraus abgeleitete Maßnahmen sind Spaziergänge, auch für Patienten geschlossener Stationen, Aromatherapie, ein Snoozelraum und zahlreiche andere Behandlungsmöglichkeiten.